Wissenschaftscafé Graubünden: Feinstaub - Ursachen und Folgen

Webinar Wissenschaftscafé Graubünden: Feinstaub - Ursachen und Folgen
Flyer Feinstaub
Flyer FeinstaubImage: NGD

Hintergrundinformationen zum Online - Podium Feinstaub

Feinstaub kann zur Erkrankung von Lunge und Herz-Kreislauf führen. Die Vermeidung hoher Feinstaub-Belastungen ist daher wichtig.

Nur, wo kommt er überhaupt her? Auch wenn Verkehr und Industrie Feinstaub verursachen, so zeigen Messungen, dass vor allem auch die Holzverbrennung viel Feinstaub beiträgt.

Was sagen uns die Messwerte in Davos? Ist die Verbrennung von Stückholz, Pellets und Holzschnitzeln für unsere Gesundheit gefährlich? Könnte man Holzheizungen sauberer machen? Wie nachhaltig ist das Verbrennen von einheimischem Holz überhaupt?

Weitere Infos zur Messkampagne und den Messdaten finden Sie unter folgendem Link.

Das Amt für Natur und Umwelt Graubünden führt eine Webseite zum Thema Holzfeuerungen < 70 kW.

Speziell interessant ist die Broschüre "Fair Feuern".


Artikel der Davoser Zeitung vom 15. September 2020

Eigentlich gute Luft

Die generelle Beobachtung der Feinstaubkonzentration über den Beobachtungszeitraum haben für Davos generell erfreulich tiefe Wer- te zur Luftbelastung durch Fein- staub ergeben. Einzelne Spitzen sind offenbar auf Emissionen durch Holzfeuerungen zurückzuführen. Dazu gibt es eine grosse Ausnahme: die Silvester-Nacht!

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.


Feinstaub Davos an Silvester - ein Feuerwerk!
Feinstaub Davos an Silvester - ein Feuerwerk!Image: NGD

Artikel ScienceDirect
Image: NGD

Bündner Forscherinnen und Forscher an internationaler Studie beteiligt:

Als Vorbereitung auf das Wissenschaftscafé wurde die Feinstaub-Messreihe von NGD und Wissensstadt in Davos im Januar 2021 gestartet, während das kantonale Amt für Natur und Umwelt (ANU) mit ihren Messtationen unter anderem in Davos und St. Moritz dauerhaft misst. Durch die sowieso laufenden Messreihen hatten wir Vorher-Nachher-Daten zum Effekt des Lockdowns, der im Kanton Graubünden in der Nacht vom 13. März 2020 in Kraft trat und den Tourismus, den Transitverkehr und den Nahverkehr weitgehend zum Erliegen brachte. Die Analyse der Daten zeigte, dass die Stickoxid-Werte, die ein Mass für den Verbrennungsmotor-Verkehr sind, in den drei Wochen nach dem Lockdown tatsächlich drastisch und signifikant reduziert waren im Vergleich zu den drei Wochen davor (-48.8% NOx in Davos, -63.3% NOx in St. Moritz). Im Gegensatz dazu sind die Feinstaubwerte nach dem Lockdown gestiegen (+43.3% PM2.5 in Davos, +39.2% PM2.5 in St. Moritz). Die Reduktion des Verkehrs war also nicht mit einer entsprechenden Abnahme der Feinstaubwerte assoziiert.

Dank der Vermittlung von Sonja Wipf vom Schweizerischen Nationalpark konnten wir die Bündner Lockdown-Luftschadstoff-Daten zur PAN ENVIRONMENT-Studie beitragen. Das Manuskript wurde im wissenschaftlichen Journal ‘Biological Conservation’ angenommen, und so wurden wegen der Vorbereitung auf das Wissenschaftscafé Sonja Wipf vom Schweizerischen Nationalpark, Hanspeter Lötscher vom ANU und Katja Bärenfaller vom SIAF Ko-Autoren dieser Studie.

Den Link zur Zeitschrift finden Sie hier:

Den Artikel als PDF finden Sie hier:

Aktuelle Medienmitteilung vom 4. August 2021

Die vollständige Medienmitteilung finden Sie hier: